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Um Myamnar zu beschreiben, braucht man nur ein Wort: Vielfalt. Das Land erstreckt sich von der Kette des Himalaja im Norden über beinahe 2000 km bis zum tropischen Archipel im Süden. Die 50 Millionen Bewohner kommen aus 150 verschiedenen Volksgruppen, die in ihrer Zahl von den 30 Millionen Bamar zu der kleinen und verachteten Gruppe der Moken („Seezigeuner”) und dem Volk der Naga mit seinen vielen Untergruppen in den isolierten Bergregionen im Westen reicht.
Myanmar (das frühere Burma oder Birma) liegt eingekeilt zwischen Asiens Giganten Indien und China und ist mit seinen 677000 km² fast doppelt so groß wie Deutschland.
Auch wenn es in seinem Charakter noch sehr ländlich ist, entwickeln sich langsam Großstädte wie die Hauptstadt Yangon (früher Rangun) mit 5 Mio. und Mandalay mit einer Million Einwohnern.
Myanmar hatte in seiner langen Geschichte sehr unter politischen Turbulenzen zu leiden. Auch nach der Unabhängigkeit von Großbritannien im Jahr 1948 entbrannten immer wieder ethnische Konflikte, für die erst jetzt Lösungen gefunden werden.
Ein Großteil der Bevölkerung sind Theravada-Buddhisten, die an endlose Folgen von Reinkarnationen glauben, bevor sie das Nirvana zu erreichen hoffen. Doch es gibt einige Gruppen, die mehrheitlich Christen sind. Der dominierende Buddhismus beeinflusst allerdings auch heute das gesamte Alltagsleben der Menschen. Auch wenn die Verfassung freie Religionsausübung erlaubt haben Minderheiten Verfolgung erlebt.